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Du willst dir das Tattoo entfernen lassen? Kein Problem!

Vor 20 Jahren gab es kaum Möglichkeiten sein altes verschandeltes Motiv zu covern. Heute haben wir diverse Möglichkeiten, um Tattoos zu covern. Wir empfehlen Motive ein oder auch mehrmals zu lasern, um im Nachgang das Wunschmotiv auf die Haut zu bekommen ohne (bzw. mit sehr wenig) Einschränkungen.

Was genau bei dem Lasern eines Tattoos passiert, könnt ihr direkt hier lesen.

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Bei der Entfernung von Tätowierungen stehen vor allem Laser wegen ihrer relativ guten Ergebnisse, ihrer guten Verträglichkeit und ihres hohen Entwicklungsstandes im Vordergrund.

Dies ist zum einen der gütegeschaltete Nd:YAG-Laser, der frequenzverdoppelte Nd:YAG (KTP), der gütegeschaltete Rubinlaser und vor allem der neue Pikosekundenlaser.

Entscheidend für den Behandlungserfolg ist die Wellenlänge (Farbe) des Lasers, die auf die Farbe (Wellenlängenspektrum) der Farbpigmente abgestimmt sein muss. Schwarze und dunkelblaue Tätowierungen lassen sich besonders gut mit dem Rubinlaser und Nd:YAG-Laser entfernen, wohingegen der frequenzverdoppelte Nd:YAG-Laser (KTP) für rote bis gelbliche Tätowier-Farben verwendet wird. Der Rubinlaser wirkt effektiver bei grünen Farben. Pikosekundenlaser wirken – je nach Ausstattung – sehr gut bei allen Farben einer Tätowierung. Zusätzlich haben letztere den Vorteil, dass sie mit um etwa 100fach kürzeren Lichtimpulsen als die anderen genannten Laser arbeiten. Die Farbe wird dadurch kaum noch erhitzt und in kleinere Partikel zerrissen, die der Körper schneller und mit weniger Nebenwirkungen abbauen kann.

Bei der Entstehung einer Tätowierung werden im Heilungsprozess (bis etwa zwei Wochen nach dem Stechen) die Farbpigmente teilweise durch körpereigene Zellen – die Makrophagen – eingekapselt. Ein Teil der Farbe geht unmittelbar in den Körper über, ein Teil der Farbe bleibt so in der Dermis als sichtbare Tätowierung erhalten.

Mit dem Einsatz verschiedener Laser lassen sich diese Makrophagen „aufbrechen“. Dies geschieht durch die Bestrahlung der eingeschlossenen Farbpigmente, die sich durch die Lichtabsorption schnell ausdehnen und wieder zusammenziehen, wodurch diese in kleinere Teilchen zerfallen, die der Körper abtransportieren kann. Allerdings folgt dem teilweise eine erneute Einkapselung, was Wiederholungen der Laserbehandlung (je nach Farbe und verwendetem Laser zwischen zwei und 20 Behandlungen) erforderlich macht.

Während der Behandlung lässt sich eine Verfärbung des Tattoos erkennen, das liegt an den unterschiedlichen Abbaugeschwindigkeiten der Pigmente einer Farbe. Da man die Zusammensetzung der Farbe und die Reaktion auf die Behandlung nur sehr schwer vorab einschätzen kann, empfiehlt sich die Behandlung an einer kleinen Stelle vorab auszuprobieren. Einige Farbpigmente können beim Zerfallen als krebserregend eingestufte Stoffe freisetzen.[82]

Nach mehr als einem Jahrzehnt des technologischen Stillstandes wurden 2013 die ersten Picosekundenlaser zur Tattoo-Entfernung in den USA zugelassen und weltweit auf den Markt gebracht. Als erstes Gerät ist der Alexandritlaser „PicoSure“ der Firma Cynosure auf den Markt gekommen. Dieser hat eine Wellenlänge von 755 nm und kann besonders gut grüne Pigmente zerstören, welche vom Körper entfernt werden.

Aufgrund der sehr hohen Energie, welche in nur 750 Picosekunden freigesetzt wird, können auch schwarze und andersfarbige Pigmente zersprengt werden. Ein Jahr später wurden zwei weitere Picosekundenlaser zugelassen: das Gerät „enlighten“ der Firma Cutera und der „Picoway“ von Syneron Candela. Beide sind kombinierte Nd:YAG / KTP-Laser und arbeiten mit zwei einstellbaren Wellenlängen von 1064 nm und 532 nm. Dadurch können insbesondere die bislang schwer zu entfernenden Pigmente rot und gelb, neben schwarz und den meisten anderen Farben entfernt werden. Zwischenzeitlich ist der PicoSure-Laser auch mit zwei Wellenlängen (755 und 532 nm) in einem Gerät erhältlich, wodurch mit diesem ebenfalls rote und gelbe Pigmente entfernt werden können.

In den Zulassungsstudien konnten alle 3 Geräte eine Halbierung der Behandlungen bis zur vollständigen Tattoo-Entfernung im Vergleich zu den etablierten Nd:YAG-Lasern vorweisen. Während mit den guten Nd:YAG-Nanosekundenlasern nach 10 Behandlungen die Hälfte der schwarzen Tätowierungen entfernt werden konnten, sind bei den neuen Picosekundenlasern schon nach 5 Behandlungen die Hälfte der Tätowierungen entfernt worden. Eine flächendeckende Verbreitung der Picosekundenlaser zur Tattoo-Entfernung ist aufgrund der noch enorm hohen Gerätepreise im deutschsprachigen Raum im Moment nicht gegeben.

Eine Gesetzesänderung aus dem Jahr 2018 sieht vor, dass ab 2021 in Deutschland nur noch Ärzte Laserbehandlungen zur Entfernung von Tätowierungen vornehmen dürfen.[83]

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Tätowierung#cite_note-82

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